Geld wird Gott

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Geld wird Gott

Beitrag von Luther Blissett am So Okt 26 2008, 12:54

Non-normativ-ontologische Aspekte der Finanzwirtschaft

I.

Geld wird Gott, indem es als absolutes Mittel zu einem absoluten Zweck werde, kann zu Recht als zentrale These Georg Simmels, 1900 erschienenen "Philosophie des Geldes" angesehen werden.
Darin heisst es weiter:
"Indem das Geld alle Mannigfaltigkeiten der Dinge gleichmäßig aufwiegt, alle qualitativen Unterschiede zwischen ihnen durch Unterschiede des Wieviel ausdrückt, indem das Geld, mit seiner Farblosigkeit und Indifferenz, sich zu Generalnenner aller Werte aufwirft, wird es der fürchterlichste Nivellierer, es höhlt den Kern der Dinge, ihre Eigenart, ihren spezifischen Wert, ihre Unvergleichbarkeit rettungslos aus."
Siimel veranschaulichte Dies durch ein prägnantes Beispiel: Die Banken sind inzwischen größer und mächtiger als die Kirchen. Sie sind zum Mittelpunkt der Städte geworden. Alles sinnlich Wahrnehmbare hat mit Geld zu tun. Der Mensch habe jedoch die Freiheit, nach Dimensionen zu streben, die mehr als Geld sind. Dies kann durch die Bildung solidarischer Gemeinschaften, die sich mit dem Geistesleben auseinandersetzen, geschehen. Durch Handeln kann die Macht des Geldes, beispielsweise in der Kultur, eingeschränkt werden. So arbeitet ein Künstler nicht allein des Geldes wegen, sondern um sich in seiner Arbeit geistig selbst zu verwirklichen



II.

"Das einzige Problem, das der Kapitalismus hat,sind die Kapitalisten: Sie sind einfach zu gierig."
Herbert Hoover, 31.amerk. Präsident (1929-1933)




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